Frauendarstellung in Spielen

Passend zu meinem aktuellen Stream-Titel „Rise of the Tomb Raider“ möchte ich über ein Thema sprechen, welches schon länger in meinem Hinterkopf herumschlummert. Hierfür möchte ich aber noch etwas weiter ausholen.

Sex sells! Wo ich eine billige Marketing-Strategie sehe, in welcher männlichen Zuschauern der Inhalt so hintergründig präsentiert und auf etwas ganz primitives reduziert wird, sehen viele nur eins: Arsch und Brüste! Und greifen dann zum Produkt.

Versteht mich nicht falsch, auch ich finde einen schönen weiblichen Körper ansprechend, jeodch sollte dieser auch passend zum Kontext zu sehen sein. Ein Lego-Technik-Spielzeug sollte als Lego-Technik-Spielzeug verkauft werden, und nicht als hübsche vollbusige Blondine, die beiläufig ein Lego-Spielzeug in der Hand hält.

So fiel mir immer häufiger auf, wie das Bild der Frau in Medien und für mich auch speziell in Games perfekt als Verkaufsinstrument konstruiert wurde. Je mehr nackte Haut gezeigt wird, desto besser. Die Illustratoren und Spiele-Entwickler unternehmen nicht einmal den Versuch eine gewisse Immersion und Glaubhaftigkeit einer echten Frau zu erschaffen. Nein, denn die Zielgruppe besteht um das Jahr 2000 immer noch aus jugendlichen männlichen Kids, die es halt geil finden eine halbnackte Powerkanone durch die Gegend zu Steuern.

61ues1szd3lAuch mir ist im Jahr 2000 ein überzogenes Spiel in die Hände gefallen. Heavy Metal: F.A.K.K². Ein Spiel basierend auf der gleichnamigen Comic-TV-Serie. Leider kann ich mich so rein gar nicht an die Handlung erinnern, denn alles was mir zu dem Spiel noch einfällt ist erstens ein riesiges brennendes Schwert und zweitens die halbnackte und in der Oberweite übermäßig gut ausgestattete Protagonistin. Nicht einmal den Namen weiss ich noch. Jil, Jane, Sandra oder doch Cindy, keine Ahnung, denn darum geht es nicht. Das Spiel ist nur in meinem Kopf geblieben, weil die Hauptdarstellerin so stark karikiert wurde. Nun frage ich mich ob dies das Ziel der Produzenten war, als dieses Universum geschaffen wurde? Das Cover sorgte für den schnellen Verkauf, das Spiel brachte es aber nicht über das zweite Date hinaus. Wer diesen Beitrag liest und mich eines besseren belehren kann, so bitte ich um einen Kommentar in der Kommentarspalte!

Tomb Raider. Das nächste Paradebeispiel ist die Darstellung der Lara Croft in den ursprünglichen Tomb Raider Spielen. Perfekte 90-60-90 Proportionen in eine Hotpans gesteckt und eine playstation-1-tomb-raiderLaufbewegung, wie sie Heidi Klum zu Ihrer besten Zeit selbst hätte nicht besser machen können, sorgten für den nötigen Akzent, um aus dem Spiel einen Welt-Hit zu machen. Okay, das Gameplay war zur damaligen Zeit frisch und innovativ, die Rätsel waren auch passabel. Was fehlt mir also noch zu meinem Glück? Es ist die Persönlichkeit, die auf der Strecke blieb. Lara war einfach nur eine leere herumballernde Konserve, die beliebig hätte ausgetauscht werden können – sofern die Rundungen passten, selbstverständlich. Und so wurde die Lara, ehm die Kuh gemolken. Die Notwendigkeit einer Handlung wurde immer mehr vernachlässigt, da ja endlich aufgrund des technischen Fortschritts die Polygonzahl erhöht werden konnte. Wem fällt schon auf, dass sich die Handlung im unteren Drittel befindet, wenn die Busen runder sind? Eine persönliche Entwicklung unserer geliebten Artefaktjägerin suchen wir jedoch vergeblich.

Das Thema geht bei aktuellen MMO´s weiter. Gerade Spiele aus asiatischer Herstellung scheinen unerschüttert darauf zu pochen ihre weiblichen Helden nur einen hauchdünnen Lappen umzuwerfen, wohingegen ihre männlichen Konterparts in wuchtiger und allumfassender Plattenrüstung metzeln dürfen. Was der westliche Markt so langsam zurückschraubt erlebt in Japan und co. seinen Zenit. Die folgenden Bilder zeigen Rüstungen aus Guild Wars 2 von ArenaNet, einem zwar in Amerika ansässiges, aber für einen südkoreanischen Großkonzern (NCSoft) arbeitendes Entwicklerstudio.

Auch wird hier wieder sehr viel Aufmerksamkeit auf die Oberweite der weiblichen Träger verwendet. Wie soll denn diese Rüstung jemanden vor physischer Gewalt schützen? Ich verstehe das nicht. Was hier aber noch als „sex-appeal“ verkauft wird geht gerade noch durch. Viel besorgniserregender finde ich jedoch, dass in asiatischen Produktionen zudem ein erotisches Bild von jungen Mädchen erstellt wird. Die Stimmen klingen so hoch und mädchenhaft wie möglich, der Schulrock samt Strumpfhose oder gar Corsagen verdecken nur das nötigste und die Gesichter sind verjüngt. Obwohl es hier offensichtlich um junge Mädchen geht, versäumen die Entwickler nicht selten darauf hinzuweisen, wie prächtig die Brüste ihrer Darstellerinnen sind. Alle sind gut drauf, alle freuen sich, aber merkt denn niemand, dass es scheinbar völlig okay ist junge Mädchen so darzustellen? Ich fühle mich schon fast peinlich erwischt, wenn ich diese Bilder sehe. Vielleicht verstehe ich die Kultur einfach nicht, denn jede Kultur spielt nun mal nach ihren eigenen Regeln. Ich zumindest finde aber aus diesem Grund asiatische Zeichentrickfilme und Spiele ästhetisch rein gar nicht ansprechend.

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Wir lenken unseren Blick wieder in den Westen führen meinen Monolog mit einer These weiter: Die großen Publisher wollen keine annähernd korrekte Darstellung der heutigen Frau. Wie komme ich darauf? In den letzten Jahren sind mir insbesonders zwei Fälle von Entwicklerstudios zu Ohren gekommen, die Ihr Spiel mit einer weiblichen Hauptdarstellerin gepitcht haben, welche aber von den namenhaften Publishern nicht akzeptiert wurde. Ja, die Entwickler wurden sogar dazu angetrieben, diese Rolle neu und männlich neu zu besetzen, damit ein Deal zu Stande kommt.

Wie absurd das ist, lässt sich ganz einfach anhand des wirklich überragenden Spiels „Life is Strange“ zeigen. Die Geschichte dreht sich zentral um Max, einem jugendlichen Mädchen in der Highschool und Ihrer Freundschaft zu Chloe, einer rebellischen Gleichaltrigen. Das gesamte Spiel ist von Anfang bis Ende darauf ausgelegt das Leben und die Probleme eines weiblichen Teenagers zu Thematisieren. So realistisch wie möglich wurden Dialoge und Konflikte für genau diese eine Max zurechtgeschnitten. In einer Studentenunterkunft lebend muss sie sich mit rivalisierenden möchtegern superstar Ziegen oder auch mit verliebten Jungs herumschlagen. Nun wurde dieses Spielkonzept an die großen Publisher unserer Welt herangetragen. Diese wollten Life is Strange nur finanzieren, wenn die Hauptdarstellerin durch einen männlichen Darsteller ausgetauscht würde. Gehts noch? Hat irgendjemand mal darüber nachgedacht, dass das so rein gar nicht funktionieren kann? Publisher eben, die haben nur Zahlen im Kopf, aber sich mal mit der Thematik auseinandersetzen ist nicht! Eine Frage bleibt offen, wieso nur? Haben die Publisher so eine große Sorge, dass wir männlichen Spieler uns nicht mit diesem Charakter identifizieren können? Egal ob die Geschichte wundervoll erzählt wurde? Schlussendlich haben alle bis auf einen Publisher abgelehnt: Und zwar Square Enix. Das Spiel wurde ein riesen Hit und ein finanzieller Erfolg!

Dies war nicht das erste mal, dass das französische Entwicklersutdio mit dieser Art von Problemen konfrontiert wurde. Im Jahr 2013 hatten die Herrschaften von dontnod genau die selben Probleme mit Ihrem Open-Word Spiel „Remember Me“. Zum Glück konnte sich auch dort die weibliche Protagonistin durchsetzen.

Wir fliegen weiter nach Polen. Die Jungs und Mädels von CD Project RED haben das Open-World Spiel des Jahres 2015 und 2016 geschaffen: „The Witcher 3“. Meiner Meinung nach ist es das bisher beste Computerspiel, welches jemals entwickelt wurde. Darüber möchten wir hier jedoch nicht diskutieren. Worüber ich diskutieren möchte ist die Darstellung der Frau in diesem Spiel. Ich habe bereits sowohl negative als auch positive Kritik dazu gelesen. In diesem Spiel gibt es viel Prostitution, es gibt viel nackte weibliche Haut zu sehen und es gibt überdurchschnittlich viele Sex-Szenen. Hier könnte man sofort einhaken und behaupten, dass der starke Geralt, völlig okay und gewohnt präsentiert wird, die Frau aber auf ein Neues zu einem schwachen Huren-Bild und Sex-Objekt reduziert wird. Wenn man das ganze Bild jedoch betrachtet sollten sich diese Anschuldigungen relativ schnell zerstreuen lassen. Wie es die weibliche Prostituierte in dem Spiel gibt, gibt es auch Unmengen an herumstreunenden männlichen Gesocks, Lumpenpacks und Saufköppen. Diese Rollen werfen natürlich auch kein gutes Bild auf die Männerschaft. Weiterhin gibts es in the Witcher eine Organisation von Magiern, welche die mächtigsten Vertreter der menschlischen Art bilden. Genau diese Magier sind ausschließlich weiblich, was dazu führt, dass die mächtigsten Menschen von Frauen verkörpert werden. Zu Teilen schlüpfen wir auch in die Rolle der Ciri, die unter Ihren Kolleginnen die mächtigste ist. Ich gebe zu, der Kleidungsstil der Magierinnen ist nicht gerade zugeknöpft. Unterm Strich lasse ich das aber bei dem Witcher gut und sehr gerne durchgehen, weil CD Project RED es geschafft hat eine brutale und ehrliche Welt mit all ihren Aspekten darzustellen. Sex wird nicht als Verkaufsargument genutzt, sondern als ein Werkzeug unter vielen, um die rauhe und erwachsene Welt des Hexenjägers zu zeigen. So tragen Instrumente wie Fremdenhass, Habgier, Korruption oder sogar der Mord an Säuglingen gleichermaßen und koexistent neben Sex zum vollständigen Bild dieses Meisterweks bei.

Zum Glück lernen wir. Erfreulicherweise durfte ich doch in den letzten Jahren immer wieder Spiele spielen, die sich mit der starken Frau als Haupt- oder Nebenrolle positiv auseinander setzen. Ich meine Spiele, bei denen nicht einfach bei der Charaktererstellung über einen Hebel zwischen männlich und weiblich gewechselt werden kann und die Geschichte des Spiels unverändert bleibt. Sowas setze ich voraus, dass bei einem Fallout 4 dem oder der Spielerin die Wahl des Geschlechts gelassen wird. Nein, ich meine viel eher diese Spiele, die sich mit Charakterzügen einer Frau auseinandersetzen und darauf aufbauend eine Geschichte erzählen.

So finde ich die neue Lara Croft des von Crystal Dynamics entwickelten reboots zu Tomb Raider überaus gut gelungen. Ihr Körper wurde auf normale Abmessungen zurückgeschraubt, wohingegen Ihrem Charakter endlich mehr Beachtung geschenkt wurde. Sie ist nun mal am Anfang Ihrer Geschichte ein normales Mädchen, welches sich durch tragische Vorfälle an Ihre Situation erst gewöhnen muss. Ihr Werdegang wird sinnvoll durch die beschwerlichen Wetterbedingungen und die unbekannte Insel unterstrichen. Lara friert, Sie hat Angst, Sie ist sich ihrer gesamten Situation unsicher. Erst im Verlauf des Abenteuers wächst sie zur starken Frau an, wie man sie bereits in vielen Tomb Raider Spielen zuvor erlebt hat. Eine äußerst gelungene Origins-Geschichte!

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Auch wenn wir nur  kurz in die Rolle der Ellie in dem Playstation Exklusiv-Hit „The Last of Us“ schlüpfen sehe ich diesen NPC gleichberechtigt mit Joel in der Hauptrolle. Sie ist das elementare Zentrum, worum sich das Spiel dreht. In einer Zombie-Apocalypse ist es Ellie, die vermeintlich etwas gegen diese Seuche unternehmen kann. Das Spiel hat durch die emotionale Bindung, die es zwischen dem Spieler und der beiden Protagonisten aufbaut, geschafft, dass mir zum aller ersten mal in einem Video-Spiel sprichwörtlich der Kloß im Hals stecken blieb. Es lag an der Menschlichkeit, die eine Ellie inne hatte. Sie blödelte herum, hatte Sorgen und wollte und zeigte auch Stärke. Das tiefste menschliche Bedürfnis, und zwar nicht mehr alleine sein zu müssen, führte schließlich zu der besagten emotionalen Szene des Spiels. Ellie fürchtete sich Joel zu verlieren, nachdem dieser Sie bei einem angepeilten „Checkpoint“ abgeliefert hatte. Sie war für mich ein echter Teenager. Und verdammt, wie glaubhaft Naughty Dog das alles inszeniert hatte. Chapeau Naughty Dog, dies wäre euch nicht gelungen, wenn ihr ein vollbusige Action-Braut an Ellies Stelle gesetzt hättet! Es war nötig, dass Ellie so war, wie sie eben war. Anders hätte es nicht funktioniert.

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Als letztes Beispiel nenne ich „Beyond: Two Souls“. In diesem Spiel spielen wir Jodie Holmes, einem Mädchen, welches seit ihrer Geburt von einer unsichtbaren Macht begleitet wird. Diese äußert sich in Form eines Wesens namens Aiden, welches enorme telekinetische Kräfte besitzt. Aidens Existenz  wird nicht als gegeben akzeptiert, nein es wird im laufe des Spiels hinterfragt und führt natürlich zu Problemen. Jodie verbringt einen wesentlichen Teil Ihrer Kindheit in einer Forschungseinrichtung, bis sie den Entschluss faßt zu fliehen und auf der Straße zu leben. Dem Spieler werden verschiedene Abschnitte ihres Lebens in ungeordneter Reihenfolge präsentiert, die ihre Konflikte mit anderen Kindern, militärischen Einsätzen zur Festnahme eines Warlords oder nun mal ihre Liebeleien mit Männern verdeutlichen. All diese kleinen Geschichten formen ein glaubhaftes Bild eines Mädchens, welches zur selbstbewussten Frau heranwächst. Trotz des übermächtigen Begleiters ist auch sie „nur“ eine Frau, die mit menschlichen Problem kämpfen muss.

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Abschließen finde ich den Kurs, den die Spielebranche macht ziemlich gut. Es werden vermehrt Spiele veröffentlicht, die sich mit der Protagonistin tatsächlich auseinandersetzen. Für mich sind es genau diese Spiele, die es verdient haben erwähnt zu werden. Denn wenn ich nackte Körper sehen möchte, dann kann ich dieses auch wo anders machen. In einem Spiel, in dem eine interessante Geschichte erzählt werden soll, darf und sollte der Nippel zwischendurch zu Verkaufszwecken nicht auftauchen. Wenn das Thema Sex und Nacktheit eine wesentliche Rolle in der Geschichte einnimmt und unabdingbar für die Immersion ist, dann darf das natürlich auch sein. Sonst nicht.

Darf ich mir als Mann anmaßen das Bild der Frau in den Medien zu kritisieren? Meine Antwort lautet: Ja, denn es ist mein BLOG.

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen,

euer PAWL

Conan Exiles Tagebuch: Tag 5. Die rote Pille

Guten Tag allerseits. Oh man, mit dem fünften Lagebericht tue ich mich sehr schwer. Ich möchte in diesem Blog-Beitrag ein wenig über die für mich persönlich unangenehmen Seiten des Spiels reden. Das wird mir und euch nicht gefallen, aber hey, es muss sein. Schliesslich sind es meine aktuellen Gefühle dem Spiel gegenüber.Es folgt: Die bittere Wahrheit. Für mich.

In den letzten Tagen war ich drauf und dran meine Technologiekentnisse zu erweitern um endlich besseres Werkzeug herstellen zu können. Wir erinnern uns: Unser Held ist Level 16 und benötigt eine weitere Stufe um schlussendlich genug Entwicklungspunkte zu haben, um wiederum den „Journeyman Craftsman“ zu erlernen. Alle dafür benötigten Abhängigkeiten haben wir glücklicherweise bereits erlernt. Das jetzige Problem für mich ist nun, dass es sehr mühselig ist die Erfahrungspunkte zu ergattern. Unser Conan-Verschnitt befindet sich in einer Gegend, in der fast nur Krokodile aufzufinden sind. Krokodile sind ziemlich harte Biester und man muss sich ziemlich lang nach einem Kampf mit Ihnen erholen. Erfahrungspunkte bringen die kaum, wenn man bedenkt, dass der Serveradmin den Kill-XP-Bonus gerade jetzt von zwei auf eins heruntergeschraubt hat. Wieso auch immer, aber für mich bedeutet es, dass der Weg bis Stufe 17 noch einmal doppelt so lange dauert als zuvor. I am not amused. Die Stufe ist sooo wichtig für mich. Natürlich könnte ich nun ausreisen und in gänzlich anderen Gebieten versuchen mein Level in die höhe zu treiben, vielleicht mache ich das sogar.

Das Töten von Krokodilen hat mich also so rein gar nicht angetrieben Conan Exiles weiterzuspielen. Also dachte ich mir, ich baue doch mal etwas an meinem Dorf weiter. Irgendwie. Ich wollte die Schmiede stellen. Hierfür benötigt man 100 Eisenbarren und 50 Ziegel. Zum Anheizen der Schmelze braucht man Kohle, sehr viel Hohle. Die Umwandlungsrate von Erzeisen zu Eisenbarren ist zwei zu eins, die Rate für Stein zu Ziegel ist vier zu eins. Das Erzeisen und die Steine kriege ich irgendwie zusammengesammelt aber die Kohle wächst leider nicht auf den Bäumen.Okay, dann schaue ich mir eben an, was ich sonst noch so machen kann. Ich könnte ja meine Felle in der Gerberei zu Leder verarbeiten. Dafür benötigt man jedoch Rinde. Ouch, Rinde farmen ist ja noch mühseliger, da man diese nur mit der Spitzhacke von Bäumen bekommt. Pro Baum bekommt man dann eine Einheit an Rinde. Ich brauche etliche! Auch hier geriet ich also ins Stocken. Das ist alles sooo viel und dauert sooo lange. Nein, das war auch eher ein frustrierendes Gefühl.

Ich fasse für den Tag zusammen: Krokodile töten macht keinen Spaß, Kohle und Rinde farmen macht keinen Spaß, unser Camp wird nur noch von mir betrieben, was auch keinen Spaß macht. Es soll ja immerhin in der nächsten Woche der große Krieg der Klans stattfinden. Klingt komisch, wenn ich der einzige bin, der in unserem Klan noch online kommt.

So kam was kommen musste: Ich rückte den Server fürs erste auch für mich in den Hintergrund. Ich fing frisch auf einem anderen Server an und konnte dort alles besser machen! Ich würde dort nicht alles skillen was mir in die Quere kommt und etwas intelligenter mit meinen Skillpunkten umgehen. Ich würde mir einen besseren Platz suchen, wo ich einfacher Erfahrungspunkte sammeln konnte und gleichzeitig einfacher an Kohle komme. Genau das tat ich auch. Auf dem anderen Server hat alles so viel mehr Spaß gemacht als zuletzt auf dem Communityserver. Ich prügelte meinen Knaben in nur zwei Sessions auf Level 17. Ich habe dort bereits meine Eisenwerkzeuge und sowieso ist alles besser.

Nun kommt hoffentlich der Twist in meine Geschichte rein. Es sind zwei Sachen passiert.

Erstens: Unser Klan auf dem Community-Server bekommt wohl Aufwind. Zumindest bei Twitter wurde versprochen nun doch wieder mehr Zeit in das Projekt zu investieren. Da freue ich mich drauf.

Zweitens: Die Patchnotes des letztlich erschienen Updates lesen sich für meine aktuelle Situation sehr zuckersüß. So sollen die Kosten für viele Technologien verringert worden sein, was dazu führt, dass jeder Spieler seine Skillpunkte neu setzen kann. Außerdem sollen jetzt mehr sekundäre Ressourcen wie Rinde mit einem Hieb abzubauen sein. YAY. Das klingt genau nach einer Lösung meiner Probleme.

Am Donnerstag ist der sechste Tag meines Abenteuers angeplant und ich werde diesen auf dem Community-Server fortführen und versuchen dort einige Dinge richtig zu stellen. Das wird definitiv eine spannende Sache.

Bleibt also dran und wir lesen uns bei Tag 6!

Beste Grüße und danke fürs Lesen,

euer PAWLAN

 

 

Conan Exiles Tagebuch: Tag 4. Von Technologie, Bugs und Pannen

Boah! Mittlerweile bin ich richtig hooked von dem Spiel. Ich freue mich jeden Tag auf den Abend, sodass ich an meinem persönlichen Projekt weiter ackern kann. Heute habe ich mir bereits klare Ziele gelegt. Ich möchte mich technologisch weiterentwickeln. Um etwas präziser zu werden, möchte ich heute den „Journeyman Craftsman“ erlernen. Mit dieser Freischaltung kann ich mir endlich Stahlwerkzeuge herstellen. Klingt etwas mächtiger, wahrscheinlich steigt meine Effizienz beim Abbauen aufs Mehrfache an. Das ist doch etwas worauf man sich freuen kann.

Bevor wir aber das Thema angehen kommt erstmal der „Village-Check“. Was haben die Jungs während meiner Abwesenheit denn schon so erreicht? Ich sehe ein „Wheel of lesser pain“ und ein „Pit of Yog“. Hihi, wir haben auch schon einen Sklaven! Wozu man diese jedoch Dinger braucht? Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich nehme aber an, dass man damit irgendwie seinen Göttern huldigen kann. Sobald ich selbst technologisch soweit bin, werde ich das Thema näher behandeln.

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Links: „Pit of Yog“ – Rechts: „Wheel of lesser pain“

Zurück zum Ziel des Tages. Wir erinnern uns: PAWLAN möchte den „Journeyman Craftsman“ erlernen. Dazu schauen wir in unseren Skillbaum und merken, dass für diese Weitererntwicklung tatsächlich noch andere Abhängigkeiten bestehen. PAWLAN muss nämlich noch in den Künsten der Gerberei (Tanner), der Zimmerei (Carpenter) und des Schmiedens (Blacksmith) eingewiesen werden. Jede Technologie kostet jeweils 3 Skillpunkte. Schade nur, dass ich zuvor meine Skillpunkte für Quatsch wie Zaunfundamente ausgegeben habe. Noch nie benutzt, aber Hauptsache schon mal erforscht. So ist PAWLAN nun Level 14 und hat lediglich zwei Skillpunkte zur Verfügung. Je aufgestiegenen Level bekommen wir drei Skillpunkte dazu.

Also musste für das höhere Ziel erst einmal klassisch gelevelt werden. Man kann über das Bauen leveln, jedoch passiert dies ziemlich langsam. Wir wären keine Zocker, wenn wir nicht wüssten was nun zu tun wäre° Wir müssen uns unser Schlachtermesser schärfen und uns auf Kollisionskurs mit den Krokodilen begeben. Hack and Slay a la Diablo, das bringt XP! Damit uns das einfacher von der Hand geht, wird noch kurzerhand ein Bogen und ein paar Pfeile gebastelt.

Eigentlich wollte ich mein alter Ego in Richtung Geheimgang navigieren, um dort in vertrauten Gefilden das ein oder andere Mätzelchen zu verüben. Irgendwie war ich abgelenkt. Und so lief ich geradewegs in eine, sagen wir, komische Situation. Ich nehme vorweg: Es hat etwas mit sterben zu tun! Aber nicht mit sterben aus eigener Dummheit oder Überlegenheit der Gegner, nein viel eher hat es die Early Access Version auf mich abgesehen. Aber seht selbst her, Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Das Spiel dachte aus irgendeinem Grund ich wäre auf Tauchstation gegangen. Quasi „untergetaucht“. Hey, das tolle an der Sache: Ich konnte über Land schwimmen. Das eher wenig gute: Mir ging so langsam die Puste aus und mit Kämpfen war auch nichts. Die Krokodile fanden das ziemlich amüsant und nahmen mich als Beute sehr gerne in Empfang. Ja, sie fingen an, an mir herumzuknabbern. Also kam, wie Agent Smith zu sagen pflegte, das unausweichliche für unseren Lieblingsbarbaren. Er starb. Kein Grund zur Kapitulation. PAWLAN lief also schnurstracks zu seinem Kadaver und wollte dessen Hab und Gut wieder einsammeln. Schwierig jedoch, wenn genau an der Stelle dieser Bug wieder auftritt. Unter Wasser kann man nämlich keine Sachen plündern. Stellt euch folgende Situation vor: Ich renne im Kreis, hinter mir drei hungrige Schnappis und ich versuche einen Winkel zu erwischen in dem ich nicht unter Wasser und gleichzeitig nah genug an der Leiche bin, um diese zu plündern. Das war knifflig, jedoch für einen geübten Joystick-Akrobaten wie mich kein Ding der Unmöglichkeit.Diese Passage des Bioms war für mich fürs erste gestrichen. PAWLAN musste andere Wege gehen.

Es folgte ein eher unspektakulärer Abschnitt von „Krokodil töten“, „Steine kloppen“, „Krokodil töten“, „Steine kloppen“ und so weiter und so fort. Es ging ums pure Erfahrungspunkte sammeln! Endlich auf Stufe 15 angekommen entschied ich mich dazu die Gerberei zu erforschen und zu bauen. Auch die ist erstmal relativ unspannend. Wie ich es sehe, kann man dort lediglich aus dickem normales Fell machen.

ICH.MUSSTE.WEITER.MACHEN. Weiter leveln. Ach ja, da fällt mir etwas ein. Ein fliegender Elefant.

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Spaß beiseite, das nächste Level musste her um das zweite von drei nötigen Gebäuden für den „Journeyman Craftsman“ zu erforschen. Auch dieser Abschnitt verlief recht unspektakulär.

Was jedoch mit Level 16 passierte ist zumindest erwähnenswert. Ich wollte meine Schmiede bauen. Für die Schmiede braucht man Eisenbarren, die wiederum aus dem Schmelzofen kommen, sofern man denn einen Schmelzofen hat. Folglich musste erst ein Schmelzofen her. 550 Steine braucht man dafür. Ich habe den ganzen Abend eh schon so viele Steine abgebaut, was sind dann schon 550 Weitere? Peanuts! Also hab ich halt die Steine gekloppt und freudig den Schmelzofen erstellt. Wir rekapitulieren mal. Mein Held ist mittlerweile Stufe 16 und hat bereits so einiges in seinem Inventar herumfliegen. So zählt ein Schwert, ein Schild, die Werkzeuge, eine Fackel, ein Bogen mit Dutzenden Pfeilen und ein Trinkschlauch zu den Gerätschaften, die so mitgeschleppt werden. Außerdem befindet sich der Schmelzofen und noch ein paar andere gebaute Gegenstände im Inventar. Während PAWLAN also umherschweift und einen passenden Ort für den Schmelzofen sucht, fällt der „Pit of Yog“ oder auch die „Grube des Yog“ ins Auge unseres Betrachters. Im Inneren lodert ein ziemlich imposantes Feuer. Man kann doch wohl die Suche nach einem Stellplatz für den Schmelzofen für eine Sekunde unterbrechen und sich dieses wunderschöne Konstrukt näher ansehen! So springen wir tollkühn auf das Mäuerchen, fragen uns kurz, ob man denn darin verbrennt und zögern keine weitere Halbsekunde um dies herauszufinden. PAWLAN ist halt ein sehr neugieriges Wesen. Hoooray, die Annahme wurde bestätigt. Man verbrennt in der Grube. Was natürlich etwas, nein sehr ärgerlich ist, ist der Fakt, dass der Körper komplett verschwindet und man die sterblichen Überreste nicht mehr aufsammeln kann.

So endet der Tag unseres waghalsigen, jedoch tolpatschig neugierigen Helden. Nämlich völlig nackt und ohne den mühselig gesammelten Errungenschaften der letzten 4 Tage. Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Ach ist das schön!

Guten Tag und danke fürs Lesen,

euer PAWL aka PAWLAN

Conan Exiles Tagebuch: Tag 3. Der K(r)ampf eines Architekten

Das Fundament ist gebaut, das Bett ist platziert, womit beschäftigt sich unser Held denn bloß heute? Für mich fehlen zunächst immer klare Ziele, wenn man sich in der Welt von Hyboria anmeldet. Da steht man also nun und muss seine Gedanken sammeln. Am besten dort anknüpfen, wo man am letzten Tag aufgehört hatte. Das ist immer sehr schwierig für mich.

Also mache ich meinen Rundgang ums Dorf um mir erstmal einen Überblick zu verschaffen. Erstaunlicherweise ist rein gar nichts über den letzten Tag passiert. Meine Mitstreiter sind wohl nicht dazu gekommen an dem Dorf weiterzubauen. Mag es vielleicht daran liegen, dass für einige „powergamer“ unter uns dieser Server nicht ihr Erster ist, sondern scheinbar nur eine Nebenbeschäftigung ist? Der Anfang war sehr ambitioniert, nun scheint sich ein geringes Desinteresse an dem Dorf eingeschlichen zu haben? Oder bin ich nur etwas ungeduldig und gönne meinen Mitspielern nicht auch einen Tag Ruhe von dem Spiel?

Eigentlich spielt das auch keine Rolle für mich. Ich möchte ja sowieso eher mein eigenes Ding machen. Jetzt fällt es mir wieder ein. Ich wollte mein Haus fertig bauen. Was fehlt dazu? Nochmal ein paar Wände und ein zweites Stockwerk. Klingt überschaubar. Also geht der Grind wieder von vorne los, ja ich möchte fast sagen: „Der Grind ist real, Baby!“. Ich laufe also herum und sammle wieder die nötigen Ressourcen, um mein Häuschen auf Vordermann zu bringen. So ziehe ich eine schöne Treppe durchs Wohnzimmer und gelange ins zweite Stockwerk. Einmal Wände drum und dann fehlt nur noch das Dach.

Oh dieses Dach, dieses Dach. Dazu eine kurze Erklärung: Man baut Sachen, indem man diese erst herstellt und dann für die Platzierung auswählt. Damit schaut man sich dann in der Welt um und versucht das Gebaute dann anhand eines Vorschauobjektes zu setzen. Clevererweise springt das Objekt immer intelligent an Stellen, an denen man auch wirklich bauen kann. Objekte können nämlich nur an einem gewissen Raster gebaut werden. Diese Technik wird als „snapping“ bezeichnet. Und herrje, dieses Snapping, da müssen die Herrschaften von FunCom doch noch mal gehörig ran.

Zunächst konnte ich Dachstücke problemlos an die Mauern setzen, doch sobald ich an der Ecke ankam, wollte das System mich partout nicht machen lassen, wie ich wollte. Bild ab:

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Das Dachstück sprang zwar an die richtige Wand, jedoch wollte es sich nicht in die richtige Richtung drehen. Nein, es ging wirklich nicht. Auch wenn der Twitch-Chat behauptete ich solle doch mal am Mausrad drehen.

Nach einer geschlagenen Stunde hin und her haben wir gemeinsam doch einen Weg gefunden, das Dach richtig anzubauen. Ich habe natürlich alles fein säuberlich dokumentiert.

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Ich musste mir ein Konstrukt bauen, über welches ich einen Weg aufs Dach finden konnte. Von dort aus musste dann in einem präzisen Winkel auf die gewünschte Fläche geschaut werden, sodass sich das Dachstück endlich richtig drehen lies. Bitte versteht das, es handelte sich um einzelne Pixel, die gefunden werden mussten. Setzen sechs, FunCom.

Den Spaß an der Sache habe ich natürlich nicht verloren. Nachdem das Trauerspiel ein Ende hatte, konnte ich voll motiviert weiter bauen. Und das „Weiterbauen“ manifestierte sich in Form einer Waffen-Werkbank. Und was brachte mir das? Ich konnte mir nun ein schönes Schildchen für meinen Avatar herstellen. Toll!20170210203517_1

 

Hiermit sollte aber meine Arbeit an unserem Dorf für den Tag ein Ende  finden. Ich habe zwar nicht sooo viel geschafft, aber immerhin. Es geht voran. So schnell können 3 Stunden in der Welt von Hyboria vergehen. Wir lesen uns nach Tag 4.

Beste grüße,

euer PAWLAN

Conan Exiles Tagebuch: Tag 2. Das Fundament

Ich war angekommen. Damit verabschiedete ich den ersten Tag aber auch, denn ich war völlig fertig mit den Nerven.

Nun ist aber ein neuer Tag angebrochen und wie man so schön sagt: Neuer Tag, neues Glück! So loggte ich mich am nächsten Abend ein und durfte feststellen, dass meine Clanleute anscheinend keine Menschen, sondern Roboter aus der Zukunft sind, die keinen Schlaf brauchen. Sie hatten während meiner Abwesenheit nämlich schon ein kleines Imperium aufgebaut. Nun, vielleicht übertreibe ich etwas, aber ein bisschen Freiraum will ich mir hier im Blog doch nicht nehmen lassen. Die Jungs hatten einen Steg über eine Schlucht gebaut und an dem nun erreichbaren Felsen ein schönes Häuschen errichtet. Das schöne daran ist, dass dieser Felsen nur über diese eine Brücke zu erreichen ist. Für den zukünftigen Clankrieg wird das eine besonders gute Eigenschaft sein.

Beim Vorbeilaufen erkannte ich diverse Schmiede- und Werkzeugstationen, mit welchen ich mich jedoch nicht im Detail auseinandersetzte, da ich schon darauf bestehe meine eigenen Ziele zu verfolgen. Für mich ginge der Anreiz eines Survival Spiels verloren, wenn ich mich an dem Gebauten meiner Clanleute vergehe. Wenn man weniger Zeit mit einem Spiel verbringen kann und sich dann am Abend einloggt und dabei merkt, dass schon alles mögliche im Dorf existiert, so kann das für mich etwas demotivierend wirken. Wozu sollte ich dann überhaupt in die Wildnis auf Ressourcenjagd laufen? Also ignoriere ich den technischen Fortschritt unseres Lagers und suche mir eine Ecke in der ich mich ruhig und in meinem Tempo aufbauen kann.

Halt Stop. Moment mal, haben wir nicht etwas vergessen? Ist der Herd aus? Sind die Türen abgeschlossen? Ist das Licht im Keller aus? ….. Kevin! Wir haben Kevin vergessen. In diesem Falle heisst Kevin eigentlich Feng. Der arme hat den Weg ins Lager nämlich noch nicht finden können. Da ich grundsätzlich niemanden auf der Strecke liegen lasse, NIEMALS, war die erste Aufgabe des Tages tatsächlich den Feng aus seiner Misere herauszunavigieren. Da ich nun die Schlupfwinkel und Geheimwege Hyborias wie meine Westentasche kenne, war das aber keine schwierige Aufgabe. Und so konnten das Lager den Feng nach 15 Minuten auch willkommen heissen!

Hiermit hatte Conan Exiles für mich volle Fahrt aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt machte mir das Spiel bereits ungemein viel Spaß, und das ohne einen Klotz platziert zu haben! Vielleicht lag es daran, dass ich so langsam einen Plan von dem Spiel hatte und zusätzlich meine Freunde im Twitch-Stream sehr belebend auf mich einwirkten. Der Abend versprach ein Guter zu werden!

Es konnte nun endlich so richtig los gehen. Ich suchte mir eine Ecke auf unserem Felsen und fing an zu Planen. Es sollte ein Fundament von der Dimension 3×4 werden. Ich brauchte 50 Steine und etwas Holz je Baublock Fundament. Das macht 600 Steine! Wände sollen auch rein, wofür weitere 350 Steine benötigt werden. Hochmotiviert lief ich also den Felsen ab und baute ab, baute ab und baute weiter ab. Das ist wirklich keine spannende Aufgabe. Aber sie macht dennoch Spaß. Was mir bei Ark nicht gefallen hat, macht mir plötzlich bei Conan Exiles doch Freude! Stetig das nächste Ziel vor Augen. 20170208235520_1

Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, welch ein tollkühner Held der PAWLAN eigentlich ist. Ich stieß nämlich auf ein Aggrokodil! Trotz panischer Rückzugsaufrufe im Twitch-Chat konnte ich mit meiner außerordentlichen barbarischen Präsenz das Ungetüm niederstrecken. Dies sollte das erste von insgesamt vier erlegten Krokodilen an diesem Abend sein. Pah, in Hyboria kann mich nichts mehr schocken!

Von der ganzen Aufregung wieder entspannt zeichnete sich mittlerweile auch heute mein klares Ziel des Abends ab. Ich musste noch ein schönes Kingsize Bett in meine Bude reinknallen. Das Bett sorgt dafür, dass ich im Falle eines Todes immer wieder an dieser Stelle starte, das führt zu einem beruhigenden Gefühl. Nun, dies alles sollte bis 1 Uhr in der Nacht passieren. Spätesten. Das sind für mich eigentlich schon „Überstunden“, aber ich denke jeder kennt das Gefühl noch mal „eben“ etwas fertig machen zu wollen! Für das Bett musste ich allerdings das nahe Areal des trauten Heims verlassen und auf Fell-Fang reisen.Ich beließ es jedoch bei Fellen von harmlosen Kaninchen. Der Schlächter der Krokodile hat sich schließlich auch eine kleine Verschnaufpause verdient! Auf dem Rückweg ist PAWLAN noch auf Tanja gestoßen. Eine Mitstreiterin eines anderen Clans. Nach einem kurzen Wink ging es aber doch zurück nach Hause. Dort konnte unser Abenteurer nun das lang ersehnte und verdiente Bett in Angriff zu nehmen! Es war 0:55 Uhr.

Okay, ich gebe zu, ein Kingsize Bett wurde es dann doch nicht, aber ich überlasse dem Feng die zweite Hälfte 😉

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Gute Nacht und bis zum nächsten Abenteuer von PAWLAN, dem Barbaren!

euer PAWL

Conan Exiles Tagebuch: Tag 1. Der Aufstieg

Ja, auch ich versuche mich an Conan Exiles. Mein letztes Twitch-Projekt Resident Evil 7 ist gerade zu Ende gegangen und ich brauchte sowieso etwas neues für meinen Kanal. Da kam es mir nur recht, dass der gute HornetInstinct bei mir im Stream vorbeischneite und mir von einem von FreshFries ins Leben gerufene Youtube- und Twitch-Community-Projekt berichtete. Es handelt von der Idee einen privaten Conan Exiles Server anzumieten und dort mit 20-30 anderen Twitch-Streamern und Youtubern ein Experiment zu wagen. In den nächsten zwei bis drei Wochen sollen sich die angemeldeten Spieler zu 3 Clans zusammenfinden und in speziell ausgelosten Gebieten Ihre Dörfer aufbauen. Nach dem Ablauf dieser geplanten friedlichen Aufbauzeit soll der Kampf der drei Clans beginnen. Weitere Regeln sollen gewährleisten, dass das Projekt nicht sabotiert werden kann.

So stürzte ich mich also ins Vergnügen indem ich mir die Early Access Version kaufte und auf den Server sprang. Das war noch der einfachste Teil, und das obwohl der Server-Browser noch ziemlich weit entfernt von gut und funktionsfähig ist. Ich darf hier jedoch erwähnen, dass ich so gut wie keine Survival Erfahrungen habe.

Zusammen mit dem Feng20170209093852_1 sollte es nun los gehen. Ich spiele den mächtigen PAWLAN den Barbaren, wer hat von ihm noch nicht gehört? Feng spielt eben schlicht und einfach Feng, ein äußerst gepflegtes weibliches Juwel, soweit dies in der rauen Umgebung von Hyboria möglich ist.

Vorgenommen haben wir uns nicht viel. Das Ziel des Abends sollte also sein etwas mit dem Spiel warm zu werden und an das von unserem Clan vorgegebene Baugebiet zu gelangen. Im Global Chat wurde uns direkt ein “viel Erfolg dabei, wenn ihr dort hin wollt” auf den Weg gegeben. Dies war ein wenig beunruhigend aber natürlich lassen wir uns von solch ein paar “Dummschwätzern” nicht entmutigen.

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Die erste Hürde die von uns zunächst genommen werden musste, war es sich erst einmal gegenseitig auf der Karte zu finden. Nach einem kurzen hin und her konnten wir uns stolz gegenseitig auf unseren Mattscheiben sehen. Yay! Erstes Erfolgsgefühl! So suchten wir uns eine kleine Insel auf der wir die Grundmechaniken lernen konnten. So, mit I geht das Inventar auf, auf der rechten Seite kann man die möglichen Rezepte zum Bauen sehen und oben am Bildschirmrand werden mir aktuelle Statusinformationen meines Barbaren eingeblendet. Diese Erleuchtungen wurden prompt unterbrochen als ich plötzlich Tod auf dem Boden lag. Ich hatte die Hungeranzeige meines Helden übersehen. Gestartet wird immer am unteren Rand der Karte, sofern man nicht ein Bett gebaut hat, welches als Spawnpunkt dienen kann. Ich musste also laufen, an ein Bett hatte ich zuvor nicht gedacht.

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Startpunkt

Und so zählte sich unser “PAWLAN und Feng Todeszähler” gemütlich nach oben. Die Hungerstode waren tatsächlich die seltensten, denn wir erfuhren mit voller Wucht die Gewalt des dort ansässigen Tiervolkes. Der Chat im Twitch Stream amüsierte sich zunächst darüber, jedoch verschlug es allen Beteiligten früher oder später die Sprache. Es war ein Trauerspiel!

Eine rettende Idee musste her, welche sogar alsbald kam. Unser Plan war es, sich ständig am Ufer aufzuhalten und dann an besagtem in Richtung Norden zu wandern – mit der ständigen Gewissheit, dass man sich doch in Sicherheit schwimmen konnte. Die KI Gegner haben nämlich ihr Seepferdchen noch nicht absolviert und begeben sich nur ungern ins Wasser. Ja nun, gerade an der Stelle an welcher der große südliche Fluss zu einem kleinen Bach wird, wird das Wasser seicht genug für das Tiervolk. Das hatten wir uns anders vorgestellt.

Nichtsdestotrotz lernten wir dazu und fingen an uns unterwegs Feldbetten zu bauen, um zumindest unsere Tode etwas zu kompensieren. Leider war für Feng und PAWLAN die Reise ca. in der Mitte des Weges vorbei, da wie vom Serverchat im Vorfeld schon erwähnt, es in Richtung Norden immer heftiger wurde. Es war schon spät, der Feng musste sich verabschieden. Ein PAWLAN wäre aber kein PAWLAN, wenn er aufgeben würde. So beschloss ich den Stream zu stoppen und es in vollster Konzentration noch einmal anzugehen. Mein neuer Plan: Ich haue meine Clanleute an und die eskortieren mich eben zum Ziel. Gesagt getan, ich war da! Nach vier Stunden jämmerlichen Verreckens haben die Jungs mir einen geheimen Weg durch die Wildnis gezeigt. Über diesen gelangte ich bereits nach 5 Minuten ans Ziel. Tja, wer konnte das ahnen? Auf gehts zu Tag 2!

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Vielen Dank fürs Lesen,

euer PAWL

Der Hype um den Hype

Wir schreiben das Jahr 1999. Es ist der 27. August. Eine Clique von Freunden schmeißt sich auf ihre Drahtesel und sie radeln quer durch die Stadt. Das ist Ziel ist der Game-Store ihres Vertrauens. Der vierzehnjährige PAWL hat nämlich schon Monate lang auf dieses eine Spiel gewartet und er ist sich sicher, dass dieses Spiel alle bisherigen Spiele in den Schatten stellen wird. So wurde zumindest von den einschlägigen Magazinen berichtet.

Ich spreche von Command and Conquer:Tiberian Sun, dem dritten Ableger der damals legendären Spielereihe. Das Spiel wurde von dem damaligen Kultstudio Westwood Studios entwickelt, welches leider in den folgenden Jahren seine Pforten schliessen musste.

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Command and Conquer: Tiberian Sun

Nach der Installation kam die sofortige Ernüchterung. Im Paket war erschreckenderweise nicht das enthalten, was sogar noch stur als Bildmaterial und Beschreibung auf der Verpackung aufgedruckt war. So wurden dynamische Lichteffekte, Tag- und Nachtwechsel, Suchscheinwerfer, Wetterwechsel und einstürzendes Geröll versprochen. Im Spiel war davon nichts mehr zu sehen. Statische Beleuchtung, unveränderliche Maps, weder Suchscheinwerfer noch Tag- und Nachtwechsel waren enthalten. Von wechselnden Witterungsverhältnissen fange ich gar nicht erst an.

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Versprochene Lichteffekte

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Versprochene Explosionseffekte

Dies war meine erste Erfahrung mit den heute heißer denn je diskutierten „Grafik oder Content-Downgrades“. Damals hat der brave Konsument eben noch alles geglaubt, was so von den Entwicklern versprochen wurde. Eine lehre habe ich daraus gezogen. Ich hatte mir nämlich versprochen nie wieder ein Spiel blind zu kaufen. Hey, ich musste für Tiberian Sun 99 deutsche Mark hinlegen. Für einen vierzehnjährigen Schüler war das ziemlich viel Geld.

Dies war meines Erachtens der Anfang einer Zeit, in der es immer selbstverständlicher wurde Spiele mit Marketingmaterial zu vermarkten, welches dem endgültigen Produkt nicht mal ansatzweise nahe kommt.

So habe ich im laufe der letzten Jahre immer wieder Spiele kommen und gehen sehen. Es waren Spiele wie Black and White (2001) von den Lionhead Studios. Federführend war ein Pionier der verfehlten Versprechungen namens Peter Molyneux. Der Name sollte in den folgenden Jahren mehrfach genau für dieses Vergehen in der Presse erwähnt werden. Natürlich war Peter Molyneux nicht der einzige, der zu viel versprach um am Ende doch nicht das Versprochene zu liefern.

Das aktuellste Beispiel ist wohl No Man’s Sky von Hello Games. Das kleine Indie-Studio wurde massiv von Sony finanziert, um DAS Spiel des Jahres 2016 zu entwickeln. Nach extrem hoch gelegten Versprechungen und Erwartungen platzte die Blase schneller als allen lieb war. Haufenweise versprochene Features haben den Weg in das Spiel nicht einmal ansatzweise geschafft. Nähere Details können im folgenden Video nachgesehen werden.

Ich werfe den Verantwortlichen dieser Marketingmaßnahmen nicht ein mal böse Absicht vor. Natürlich will jeder sein Produkt so gut in der Öffentlichkeit darstellen wie nur möglich. Ja, ich als Entwickler in einem Spiele-Studio kenne die internen Wünsche an ein Projekt. So werden die schönsten Features ausgemalt, die am Ende aus diversen Gründen doch nicht realisiert werden können. In meiner Karriere als Spiele-Entwickler habe ich nie ein Feature aus böser Absicht gehen sehen. Man bewegt sich immer noch in einem Unternehmen, welches wirtschaftlich agieren muss um zu überleben. Deshalb müssen sich Entwickler auch Gedanken über Sachen machen, die nicht nur mit der idealen Vorstellung des Spiels übereinstimmen. Es müssen schließlich Gehälter gezahlt werden und so müssen finanzielle Vorgaben eingehalten werden, damit das Produkt schlussendlich gewinnbringend verkauft werden kann. Wie stellt man das an? Das Spiel muss sehr stark vermarktet werden, auch wenn das Marketingmaterial nicht mit dem Spiel übereinstimmt. Ich befürworte dieses Vorgehen in keinster Weise, kann dieses aber aus eigener Erfahrung nachvollziehen.

Als Konsumenten können wir also nicht verhindern, dass Spiele höher gepokert werden, als sie es eigentlich sind. Was wir aber beeinflussen können ist, wie wir mit dem Marketing dieser Spiele umgehen. Alles blind glauben und hypen bringt uns nicht weiter. So werden wir immer wieder aufs neue enttäuscht. Viel eher sollten wir zumindest versuchen nüchtern an Neuerscheinungen haranzutreten. Wir sollten erst einmal Demo-Versionen testen, Berichte von Fachliteratur abwarten oder Videoportale wie Twitch oder Youtube für echtes Gameplay ansurfen. So können wir mir Sicherheit dem nächsten Super-GAU entgehen und müssen uns so nicht groß und breit im Internet darüber beschweren, dass wir 59€ für ein Spiel ausgegeben haben, welches schlicht und einfach „crap“ ist.

Bitte bedenkt, die meisten von uns haben bereits jetzt dutzende großartige Spiele in Ihrer Sammlung, die noch niemals angespielt wurden. Wenn ihr also mal wieder Gefahr lauft auf einen Hype-Train aufzuspringen, schaut doch bitte in eure Sammlung und gebt den Spielen eine Chance, die ihr bereits besitzt. Der Hype-Train wird schon noch vorbeiziehen.

In diesem Sinne, danke fürs Lesen,

euer PAWL

Erstes Follower Ziel erreicht

Hallo, ich bin PAWL und ich bin ein Twitch-Streamer!

Am 21. Januar 2017 habe ich es endlich geschafft. Ich habe meine magischen 100 Follower auf meinem Twitch-Kanal erreicht. Um ganz genau zu sein, sind es zum jetzigen Zeitpunkt sogar schon 110. Ich raste aus!

 110follower

Für viele mag das nicht nach viel klingen, aber für mich ist es ein wirklich tolles Gefühl zu wissen, dass sich schon so viele Menschen dazu entschlossen haben, mich auf dieser Reise zu begleiten. Mir ist natürlich bewusst, dass viele meiner Follower nur einmal kurz auf „Folgen“ gedrückt haben und dann nie wieder im Stream vorbeischauen. Diese Leute sind mir tatsächlich egal. Viel mehr interessieren mich jene Menschen, die auch immer wieder einschalten, um mir beim Zocken diverser Spiele  zuzusehen und dieses auch fleißig im Chat kommentieren. Dafür schon mal ein riesen Dank an Euch!

Wieso freue ich mich denn nun so sehr über die noch relativ kleine Gemeinde? Wenn man sich entscheidet bei Twitch loszulegen braucht man nicht viel. Einen PC oder eine Konsole, ein Mikrofon und wenn man so möchte eine Webcam reichen schon völlig aus, um ein Twitch-Streamer zu werden. Dann muss man sich nur noch entscheiden, welche Spiele man streamen möchte und schon kann dem glamourösen Traum des Erfolgs nichts mehr im Wege stehen. Denkste!

Natürlich sollte man sich niemals dazu entscheiden Twitch oder auch Youtube zu betreiben, wenn man auf Erfolg jeglicher Art aus ist. Sei es Bekanntheitsgrad oder auch finanzielles Einkommen. Die Ernüchterung kommt nämlich mit Sicherheit früher als einem lieb ist. Ein jeder Start eines Twitch-Streamers fängt immer gleich an, nämlich auf der schönen grünen Wiese – Tabula Rasa: Es ist noch nichts da worauf man aufbauen kann. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber ich rede von uns, denen Leuten, die noch nicht berühmt sind und eine millionenfache Fanbase besitzen.

Also legt man mit dem Streamen los, und kein Mensch auf der Welt interessiert sich bisher für Dich. Dies ist der schwerste Moment im Leben eines Streamers. Man geht online, sendet vier Stunden lang und am Ende lassen sich die Zuschauer an genau null Händen abzählen, denn es war niemand da, der zumindest mal Hallo gesagt hat. Bei mir war genau das der Fall. Mein erster Stream war wohl irgendwann Mitte 2015 und bis der nächste Stream kam, mussten ein paar Monate vergehen. Denn so lange hat es gedauert, bis meine innere Stimme mir immer lauter zugeflüstert hat, dass ich doch wirklich Lust aufs Streamen verspüre. Ich habe angefangen immer regelmäßiger zu Streamen und das, obwohl auch dann immer noch keine Zuschauer da waren. Nun ja, ab und an war doch schon jemand im Stream, aber nach kurzer Zeit wurde der Stream wieder kommentarlos verlassen. Das fühlt sich gerade am Anfang immer etwas an wie ein Schlag ins Gesicht. Wieso bleiben die Leute nicht im Stream, fragt man sich dann. Bin ich so schlecht? Als Erklärung kann ich heute sagen, dass es für Zuschauer abschreckend wirkt, wenn keine andere Person im Chat ist. Es ist einfach zu leer und isoliert für den potentiellen neuen Mega-Fan deines Kanals.

Meine anfängliche Reise als Streamer ging über Spiele wie Mass Effect, The Witcher 3 und Skyrim. Alle dieser Spiele habe ich online, aber doch alleine für mich gespielt. Mein erstes richtiges Hochgefühl erlebte ich kurz vor dem Release von der Skyrim: Special Edition. Auf einmal waren gleich mehrere Leute im Stream und haben sogar mit mir geredet, das war außerordentlich beflügelt. Natürlich flachte das große Interesse direkt nach dem Release der Special Edition wieder ab, da es nun wieder viel interessantere Kanäle als meinen gab. Was blieb waren aber 1-2 treue Follower, auf die ich nun aufbauen konnte. Diese Follower beehrten mich immer wieder und sind auch dann noch dabei geblieben, als ich das Spiel zu Fallout 4 gewechselt habe. Dort sollte ich mein nächstes Hochgefühl erfahren. Ich schaffte es in einem einzigen Stream weitere acht Follower zu erlangen. Ich erinnere mich noch, wie gehyped ich an diesem Abend zu Bett ging. Nun konnte mich wirklich nichts mehr aufhalten. Pustekuchen! Am nächsten Abend war wieder gähnende Leere angesagt. Ich ließ mich aber nicht unterkriegen und habe mich von nun an dogmatisch an meinen erschlossenen Sende-Plan gehalten. Die größte Welle an interessierten Zuschauern habe ich bisher in Spielen wie Resident Evil 7: Beginning Hour oder auch Outlast erlebt. Beides sind Horrortitel, aber ob diese Tatsache den Weg meines Kanals beeinflussen wird, weiss ich noch nicht. Ich möchte mich nicht verbiegen und nur noch das spielen müssen, was offensichtlich am besten „läuft“. Denn am Ende muss man ja immer noch selber daran Spaß haben.

Nun komme ich zurück zu meiner anfänglichen Frage: Wieso freue ich mich denn nun so sehr über die noch relativ kleine Gemeinde? Die Antwort ist einfach. Ich streame nicht mehr nur noch für mich, sondern auch für eine gute Hand voll Leute, die sehen wollen, wie ich mich durch die Spiele quäle! Das reicht mir aus, um ein vollends glücklicher Streamer zu sein.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Tips an komplette Neulinge in der Welt des Streamens zusammenfassen. Es ist mir natürlich bewusst, dass auch auf mich noch ein langer Weg wartet und, dass ich noch viel an mir und meinem Kanal arbeiten muss, aber dennoch glaube ich bereits jetzt ein paar nützliche Tips geben zu können.

Entscheidet euch bitte nur zu streamen, wenn es euch Spaß macht. Wenn ihr keinen Spaß daran habt, merken das die Zuschauer sofort. Ich habe schon viele Kanäle gesehen, bei denen der Streamer völlig lustlos da sitzt und in die Kamera grummelt. So etwas möchte zumindest ich nicht sehen, ihr etwa?

Bleibt motiviert, auch wenn niemand zu sieht. Ich verstehe natürlich, dass das demotivierend ist. Es ist aber genau dann sehr wichtig Spaß und Motivation zu versprühen. Denn ohne laufendem Chat gibt es nur eines, welches das Interesse des Zuschauers wecken kann: Nämlich Ihr!

Deshalb solltet ihr ein Mensch sein, der gerne und viel redet. So blöd manche Kommentare auch klingen mögen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder auch so vermeintlich blöde Kommentar besser ist, als die berühmte peinliche Stille im Stream.  Wenn Ihr keine Themen habt worüber Ihr sprechen könnt, kommentiert einfach das, was Ihr gerade in dem Spiel tut und versucht es amüsant klingen zu lassen! Sollten bereits einige „Chat-Aktive“ Leute zusehen, solltet Ihr mit Ihnen interagieren. Beantwortet Ihre Fragen, animiert sie zum Mitmachen. Der spezielle Charme eines kleinen Twitch-Kanals ist es nämlich, dass man seine Zuschauer noch alle kennt und auch individuell auf sie eingehen kann! Schätzt und respektiert eure Zuschauer!

Man kann nur Follower generieren, wenn man auch sichtbar für die Zuschauer ist. Das bedeutet: Streamt viel, aber wenn das aus Gründen nicht geht, dann wenigstens regelmäßig. Es ist noch kein Gronkh vom Himmel gefallen. Auch hier kann sich die Frage stellen, ob es Sinn macht sich an einen Sende-Plan halten zu müssen, wenn es niemanden gibt, den es interessiert. Die Antwort ist: Ja, es macht Sinn!

Eine weitere Möglichkeit sich einen kleinen Kreis aufzubauen ist die Nutzung von Twitter. Ich habe auf Twitter die Erfahrung gemacht, dass man dort viele nette und aktive Gleichgesinnte treffen kann. Meist tummeln sich dort andere Streamer oder Youtuber, die Ihr nicht als Schäfchen sehen solltet, die nur darauf warten auf euren Stream zu kommen. Nein, viel mehr sollte man andere Twitter User als Kollegen und Partner verstehen. Dort heisst es oft: Die eine Hand wäscht die Andere. Helft anderen Streamern aus, besucht Sie bei Ihren Streams, macht Werbung für Sie und all das ohne zu erwarten, dass Sie es euch gleich tun. Seid selbstlos! Wenn sie euch und euren Stream gut finden, werden sie euch schon noch irgendwann unterstützen.

Weiterhin ist die Wahl des Spiels wichtig. Sucht euch Spiele aus, die im Moment verstärkt medial interessant sind. Gibt es ein freies Wochenende von The Division auf Steam? Spielt The Division. Erscheint bald ein krasses AAA-Horrorspiel? Spielt die Pre-Release-Demo oder ein verwandtes Horror-Spiel um den Hype mit zu nehmen. Spielt jedoch auf keinen Fall Spiele, die Ihr niemals Spielen würdet, weil sie euch nicht interessieren oder keinen Spaß machen.

Ein Blick in den Spiegel kann helfen. Ich meine nicht den Spiegel, den Ihr im Bad habt – Nein, man sollte sich auch manchmal die Aufzeichnungen seiner eigenen Streams ansehen. Stimmt die Bild und Ton-Qualität? Schaue ich mir selbst gerne zu? Sollte das nicht der Fall sein, solltet ihr euch die Frage stellen was Ihr ändern müsst, damit es passt?
Eine gute Tonqualität lässt sich schon mit ein wenig Geld hinbekommen.  Dazu hat der Fragekanal ein sehr schönes Youtube-Video erstellt.

Zu aller letzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass ihr Geduldig sein müsst. All meine kleinen Tips helfen um die Qualität eures Streams zu verbessern. Das bedeutet aber immer noch nicht, dass man so 500 Follower pro Tag generieren kann. Wenn Ihr aber Spaß an der Sache habt, fühlt es sich nicht so an, als ob Ihr Geduldig sein müsstet, weil man jeden Stream genau das macht, worauf man Lust hat. Der Weg ist das Ziel!

Danke fürs Lesen,

euer PAWL